DIE LIEBE ZUM LEBEN

Über den Mut, sich dem Krieg zu verweigern und zu desertieren, die Kraft des Sich-Treu-Bleibens und eine Vision, die die Bundesrepublik verändert hat. Die bewegende Geschichte des Kampfes von Ludwig Baumann um die Aufhebung der 30.000 Todesurteile gegen Wehrmachtsdeserteure – 60 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg.
Eine Hommage an die Menschlichkeit und gegen den Krieg.

Mit Ludwig Baumann, Ursula Prahm, Prof. Dr. Detlef Garbe, Prof. Dr. Herta Däubler-Gmelin
Buch, Regie und Produktion Annette Ortlieb INSELTOECHTERFILM
D 2023, 63 min, PAL, Color, 16:9, Dolby Surround, DCP, engl. UT

Stimmen zum Film

Ein leiser und ungemein berührender Film.

Mit seiner Botschaft über Menschlichkeit und Widerstand gegen Gewalt bietet „Die Liebe zum Leben“ eine bewegende Reflexion über die Bedeutung von Zivilcourage und die Kraft des Lebenswillens.

Welch ein beeindruckender Film! Die Mischung aus Ludwig Baumanns Leben und den Gedanken und Fragen der Autorin machen diesen Film so lebendig und für immer aktuell.

Weitere Stimmen zum Film

Es ist ein ganz toller Film, er hat uns sehr, sehr gut gefallen und bewegt. Insbesondere, wie Sie ihre persönliche Begegnung mit ihm und dem Thema Verweigerung bearbeitet haben. Durch diesen sehr persönlichen Aspekt hat der Film letztlich etwas Versöhnliches.

Großen Respekt für dieses wichtige Filmprojekt. Dass der Film und deine Arbeit familiär etwas bewegt hat, finde ich ganz großartig!!! Ein sehr wichtiges universelles Thema, dem du da einen Platz gegeben hast. Ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte, die wir niemals vergessen dürfen. Danke.

So wohltuend, dass keine Kriegsbilder gezeigt werden, sondern über den Menschen Ludwig Baumann ein Weg zum Thema Deserteure gefunden wird. Das Grauen erscheint in der Sachlichkeit des Gesprächs viel stärker!

Ich möchte mich bei Ihnen herzlich bedanken für den sehr beeindruckenden Film über meinen Großvater. Ich empfinde den Film als ein großes Geschenk für mich und für meine Familie.

Es ist Ihnen ein großes Werk gelungen!

Welch ein beeindruckender Film! Wie ich und wir sind viele sicherlich sehr begeistert darüber, dass du diesem Kämpfer ein Denkmal gesetzt hast. Und wie überzeugend du das gemacht hast! Die Bedeutung seines Handelns wird auf diese Weise hoffentlich lange in Erinnerung bleiben. Besonders bewegend ist das alles, weil er ja aus ganz schlichten Verhältnissen kommt und sich gegen alle Widerstände diese Klarheit erarbeitet hat. Und weiterhin bewegend ist es, wie er dafür hat bezahlen müssen. Das bringt dein Film mit wunderbarer leichter Klarheit heraus. Wir haben den Film mit großer Teilnahme gesehen.

Ein großartiger Film, einfühlsames Tempo und Bilder, ganz toll, bin berührt.

Ein großartiger Film. Wir waren alle sehr berührt. Niemand von uns kannte die Tatsachen, wusste davon. Dieser Mann war eine große Seele. Das Thema ist hervorragend umgesetzt, danke dafür.

Ich bin begeistert von deinem Film! Von deiner Sensibilität, mit der du den Ludwig Baumann portraitierst, aber auch von den Bildern, dem Einsatz von Musik…

Wir gratulieren von Herzen zu diesem Film!!! Berührend, wie uns dieser Mensch und diese widerspenstigen Themen nahegebracht wurden.

Ein wichtiger, tiefgreifender und gelungener Beitrag zur Aufarbeitung der unrühmlichen Wehrmachtsgeschichte.

Die Schülerinnen und Schüler waren besonders an den Entscheidungen, die Ludwig Baumann treffen musste interessiert. Es war spannend zu hören, wie sie in solchen Extremsituationen reagiert hätten. Es ging um Mut und moralische Dilemmasituationen. Der Film hat uns dazu gebracht, über die Wehrpflicht zu sprechen und wie das in der heutigen politischen Lage aussehen könnte. Das Schicksal Ludwig Baumanns hat viele bewegt insbesondere sein Durchhaltevermögen. Der Film den Schülerinnen und Schülern viele Denkanstöße gegeben.

Filminhalt

INHALT
30.000 deutsche Soldaten der Wehrmacht, die im Zweiten Weltkrieg desertierten, wurden von der NS-Militärjustiz zum Tode verurteilt. Die wenigen, die überlebten, wurden im Nachkriegsdeutschland nicht rehabilitiert, auch eine Entschädigung für das ertragene Leid gab es nie. Einer von ihnen war Ludwig Baumann, selbst ehemaliger Soldat der Wehrmacht, der 1942 desertiert und zum Tode verurteilt worden war. Als späterer Aktivist setzte er sich für die Rehabilitierung der Opfer ein und es ist ihm zu verdanken, dass im Jahr 2002 die Urteile der NS-Militärjustiz gegen die Wehrmachtsdeserteure aufgehoben wurden.

DER FILM
Annette Ortlieb widmet sich in ihrem Dokumentarfilm DIE LIEBE ZUM LEBEN einem Thema, das in der Aufarbeitung der jüngeren deutschen Vergangenheit bisher kaum beleuchtet wurde. Dabei stehen die Lebensgeschichte und das Schicksal des ehemaligen Soldaten Ludwig Baumann (1921-2018) beispielhaft für die ca. 3000 bis 4000 Menschen, die ihr Todesurteil als Deserteur überlebten, dieses Urteil aber ihr Leben lang mit sich herumtragen mussten, ohne dass sich jemand – auch nicht der Rechtsstaat der Bundesrepublik Deutschland – für die Aufhebung der Urteile oder deren Aufhebung eingesetzt hat.

Dass der Film so eindrucksvoll wirken kann, liegt auch und vor allem in der gründlichen Recherche, die Annette Ortlieb durchgeführt hat und in dem vertrauensvollen Verhältnis zwischen der Filmemacherin und dem Protagonisten begründet. Erst diese Verbindung macht es möglich, einen solchen persönlichen Einblick in ein Leben zu geben.

Ludwig Baumann erzählt klug, reflektiert, energisch und mitreißend von seinem dramatischen Leben, von seinen Traumata, von seinen Ängsten und von seinem Kampf um Gerechtigkeit: die Aufhebung aller Urteile der NS-Militärjustiz. Mit Ursula Prahm kommt eine langjährige Wegbegleiterin Baumanns ebenso zu Wort wie etwa die ehemalige Justizministerin Herta Däubler-Gmelin. Die Aussagen Baumanns und der Einblick in dieses komplexe Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte machen betroffen.

Doch am Ende bleibt das, was dem Film seinen Titel verleiht: DIE LIEBE ZUM LEBEN. Eine Liebe, die man in Baumanns Worten und seinem Handeln spürt. Und die dank Annette Ortliebs filmischer Aufarbeitung eine lehreiche und mutmachende Inspiration für heutige und nachkommende Generationen sein kann.

Quelle: FBW-Filmbewertung

Trailer

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